Besonderheiten der LAZOLA-Kocher
 
Höhere Leistung durch bessere Wärmenutzung
 
Bisher geschah Hitzeübertragung in Boxkochern überwiegend durch Wärmestrahlung der schwarzen Wände der schwarz gestrichenen Innenwanne. Damit Töpfe oder Backformen die Wärmestrahlung effektiv aufnehmen können, müssen sie schwarz sein.

Der LAZOLA erhitzt das Kochgut überwiegend durch Wärmeleitung: Die hellen Wände des LAZOLA absorbieren weniger Sonnenstrahlen als schwarze. Die Seitenwände werden weniger erhitzt. Die Strahlung wird direkt, oder indirekt über die auf ihr stehenden Gefäße, auf eine „Kochplatte“ reflektiert. Die Kochplatte speichert viel Hitze, vor allem beim Vorheizen des Kochers, und gibt sie direkt an die Töpfe/Backformen ab. Im LAZOLA können auch helle Töpfe und Backformen verwendet werden. Sie müssen aber möglichst ebenen Bodenkontakt haben. Auch kurze Phasen mit Bewölkung können dank der aufgeheizten Kochplatte besser überbrückt werden.
 
 

Die „Kochplatte“ des LAZOLA 2 ist aus 4mm schwarz beschichtetem Aluminium. Im LAZOLA 3 wurde diese Platte aus Beschaffungs- und Kostengründen durch eine dünne, schwarz gestrichene Offsetplatte ersetzt, die in sonnenintensiven Ländern eine vergleichbar gute Leistung erbringt.


 

 

 

 



Dank der guten Unterhitze mittels der Kochplatte ist er besonders gut für Backwaren aller Art geeignet.

 
 
LAZOLA 2:
 
Material und Verarbeitung
 
Die meisten Kocherteile sind aus Leichtmetall. Der Raum zwischen beiden Kocherwannen ist mit 50 mm Mineralwolle isoliert. Zwei unverzichtbare Holzrahmen sind fest mit anderen Bauteilen aus Metall verschraubt und durch sie völlig vor Regen oder Wasserdampf geschützt. Die Glasscheiben sind aus feuerfestem Glas. (Einfaches Fensterglas wäre mit der Art des für den Reflektor verwendeten Spiegels nicht kompatible.)
 
 
LAZOLA 3:
 
Material
 
Die Außenwanne ist aus 0,5 mm und der Glasrahmen aus 0,75 mm verzinktem Blech. Die Holzrahmen entsprechen denen des LAZOLA 2. Als Dämm-Material eignen sich Stroh, trockenes Gras, Bananenblätter und ähnliche Materialien. Für den Glasrahmen werden zwei Scheiben einfaches Fensterglas verwendet. Reflektordeckel, Stützen und Griffe sind aus lackiertem Holz. Sie kommen durch dauerhafte Sonneneinwirkung nicht zu schaden.
Genaue Angaben zu den Bezugsquellen der verwendeten Materialien und ihren ungefähren Preisen finden sich in den Informationen zur Bauanleitung.
 
 
Verarbeitung
  • Die Außenwanne und der Glasrahmen aus Metall sind auch bei ständiger Sonneneinstrahlung keinem Verschleiß ausgesetzt. Die Haltbarkeit des Kochers wird dadurch wesentlich verbessert.
    Zuschneiden und Abkanten der Kocherteile erfolgt mit einfachen Maschinen ohne Strom von Hand.

  • Zur Unterbrechung der Wärmeleitung vom Kocherinneren nach außen hat der Kocher zwei Holzrahmen. Beide Rahmen sind durch Metallabdeckungen vor Sonne geschützt. Sie sind fest mit Metallteilen verschraubt und können sich auch bei Erhitzung nicht verziehen. Der Kocher bleibt auf diese Weise langfristig voll funktionsfähig.

  • Als Dämm-Material eignen sich verschiedene organische Materialien wie Stroh, trockenes Gras und trockene Bananenblätter. Wichtigste Voraussetzung ist, sie müssen auch bei 150° eine dauerhaft feste Struktur behalten, damit sie nicht mit der Zeit in sich zusammenfallen. Ungeeignet sind deshalb z.B. Textilien und Papier.
  • Beide Kocherwannen sind durch Silikon und Silikonspachtelmasse völlig abgedichtet. Dadurch passiert dem Kocher nichts, wenn bei längerer Abwesenheit ein unerwarteter Platzregen niedergeht oder Essen im Kocher, weil es zu heiß geworden ist, stark dampft.

  • Die Glasscheiben liegen nicht mehr in einem Glasrahmen mit Nuten, sondern werden beidseitig gegen eine 15 mm Sperrholzplatte geklebt. Das verleiht den Scheiben zusätzliche Stabilität und hält den Scheibenzwischenraum auch langfristig staubfrei.

  • Der Reflektordeckel aus Sperrholz mit selbstklebender Spiegelfolie sorgt besonders bei niedrigem Sonnenstand für zusätzliche Sonneneinstrahlung. Geschlossen trägt er dazu bei, Essen über Stunden heiß zu halten. Dank der Spiegelfolie wird die Sperrholzplatte auch bei langer Sonneneinstrahlung nicht erhitzt.

  • Als Kochplatte wird 0,3 mm Offsetblech verwendet, das mit unschädlichem schwar-zem (Solar-)Lack bestrichen ist. Die Platte liegt lose im Kocher und kann bei Verschleiß jederzeit durch eine neue, die fast nichts kostet, ersetzt werden. Die Kocherinnenwanne selbst bleibt ungestrichen.

  • Alle Teile sind mit Blindnieten und Holzschrauben miteinander verbunden. Der Kocher besitzt dadurch große Stabilität.

  • Die LAZOLA-Kocher haben viele Extras, die seine Benutzung leicht und sicher machen und verhindern, dass er durch unsachgemäße Handhabung beschädigt wird.
 

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